Die oberste Stütze, Nr. 15 AB, kurz vor der Einfahrt in die Bergstation der Sesselbahn Furtschellas steht auf unruhigem Untergrund. Das Gestein im Bereich der Bergstation ist instabil. Deshalb muss das Fundament um zwei Meter verlängert und 80 Zentimeter erhöht werden.
Dazu muss die Stütze vollständig demontiert werden – von den Rollenbatterien über die Podeste der Stütze bis hin zur eigentlichen Stütze. Die einzelnen Teile werden Schritt für Schritt abgebaut und mit dem Helikopter abtransportiert.
Früh am Dienstagmorgen versammelten sich vier Mitarbeiter der Corvatsch AG sowie Männer der Seilbahnfirma Garaventa und Swiss Helicopter bei der Bergstation Furtschellas. Swiss Helicopter war mit einem Super Puma vor Ort. Schliesslich mussten Stützenteile mit einem Gewicht von bis zu zwei Tonnen geflogen werden.
Bei einer kurzen Besprechung wurde festgelegt, welche Mitarbeitenden für die Demontage auf die Stütze steigen und wo die einzelnen Stützenteile am Boden abgeladen werden. Danach kletterten die Mitarbeiter der Corvatsch AG, von Garaventa und von Swiss Helicopter auf die Stütze. Die Stützenteile wurden gelöst, am Seilzug des Super Pumas befestigt und vom Piloten präzise an den vorgesehenen Abladeplatz bei der Bergstation geflogen.
Was nach einem reibungslosen und einfachen Ablauf tönt, ist in Wirklichkeit hochpräzise Arbeit. Auf rund 2780 Metern über Meer, zusätzlich 20 Meter ab Boden, beim Umgang mit tonnenschweren Bauteilen und einem Super Puma über dem Kopf sind perfekte Kommunikation und eine eingespielte Zusammenarbeit zwischen dem Helikopterpiloten, den Arbeitern auf der Stütze und dem Boden-Team unerlässlich. Jeder Handgriff muss sitzen.
Bereits am folgenden Tag wurde mit den Arbeiten am Fundament begonnen. Dieses wurde seitlich um zwei Meter verlängert und um 80 Zentimeter Betonmasse erhöht. Auch die Stütze selbst wird unterhalb der Y-Vergabelung um 1,8 Meter verlängert.
Eine Stütze wird so in den Boden eingebaut, dass sie seitlich justierbar ist. Jährlich wird die Ausrichtung und Stand der Stütze anhand der Messungen eines Geologen kontrolliert und je nach Messung neu ausgerichtet. Die Stütze 15AB als letzte Stütze muss in gleicher Höhe und Fallrichtung ausgerichtet sein wie der Stationseingang. Auch der Seilhöhenstand ist variierbar, je nach Bedarf können die Rollenbatterien mit Kettenzügen höher oder tiefer eingestellt werden.
Dank diesen Massnahmen wird die Sesselbahn Furtschellas im Dezember wieder sicher und zuverlässig in Betrieb genommen werden können.
Gut ausgerüstet auf die Stütze
Was muss mit auf die Stütze? Wo wird was befestigt? Impressionen aus dem Arbeitsalltag der Seilbahnmechatroniker.
Der Abbau der Stütze
Auslege-Ordnung auf der Bergstation
Alle Teile sind schön geordnet abgelegt und bereit für den Wiederaufbau – nach der Verbreiterung des Fundaments.